Hilferuf

Es kann an Bord unschöne Vorkommnisse geben. Habe den Mut deine Stimme zu erheben, denn es ist dein Recht gehört zu werden! Für echte Gleichberechtigung auf See!

Oft erleben wir, dass Frauen Ermutigung brauchen, sich offiziell über die Täter zu beschweren. Sie reden sich ein, dass das halt so ist in der Seefahrt und haben Angst, ihrer Karriere zu schaden. Doch unsere Erfahrung hat gezeigt, dass sich nachhaltig etwas zum Positiven ändern kann, wenn wir unsere Rechte aktiv einfordern. Du bist stärker, als du gerade glaubst. Habe den Mut, für dich und andere Frauen einzustehen!

Wir, der Verband Frauen zur See e.V.

Wenn Du weder an Bord noch mit jemandem an Land sprechen möchtest, ist es vielleicht hilfreich, mit anderen Seefrauen darüber zu reden, die für gewisse Situationen Ratschläge geben können. Wir als Verband Frauen zur See stehen Dir gerne vertraulich zur Seite. Ansprechpartnerin ist Frau Michelle Wunderlin, telefonisch erreichbar unter +41-43 333 21 05. Natürlich kannst Du Dich mit Deinem Anliegen immer auch an info@frauenzursee.de wenden.

Dies ist jedoch keine psychologische Beratung und ersetzt keine medizinische Behandlung.

Seemannsmission

Auch die Seemannsmissionen helfen bei psychosozialen Problemen gerne: dsm.care. Von der Deutschen Seemannsmission gibt sogar einen speziellen Chat, wo man Tag und Nacht in Kontakt treten kann - das gilt auch für Kolleg:innen, die nicht Deutsch sprechen.

ITF

Über den ITF (International Transport Workers' Federation) gibt es ebenfalls eine Kontaktseite, über die Seefahrer:innen Hilfe jeglicher Art anfragen können: https://www.itfseafarers.org/en/contact-us/help-form.

ISWAN

An die Kontaktstelle der britischen ISWAN (International Seafarers' Welfare and Assistance Network) können sich nicht nur Seeleute aus aller Welt, sondern auch deren Angehörige in Notfällen wenden. Erreichbar ist die sogenannte SeafarerHelp über Email, Skype, Whatsapp, Facebook und telefonischen Rückruf.

Weisser Ring e.V.

Der Verein Weisser Ring e.V. hat das Ziel, Opfer von Gewalt und Straftaten jeder Art zu unterstützen. Das Angebot reicht von akuter Betreuung gleich nach der Tat bis hin zu Beratung für das weitere Vorgehen - etwa bei der Anzeige oder bei der Suche nach psychologischer Betreuung. Ansprechpartner gibt es in vielen Städten und vor allem beim Opfertelefon und der Onlineberatung

AEP

Vor allem in größeren Unternehmen gibt es Employee Assistance Programs (AEP). Dabei handelt es sich um externe Berater:innen, die vom Unternehmen beauftragt sind. Sie kennen sich also in der Branche aus, sind aber trotzdem zur Verschwiegenheit verpflichtet und damit ebenfalls geeignete Ansprechpartner, wenn es Probleme im Betrieb gibt.