10. Workshop in Flensburg

10. Workshop vom 07.-09.05.2004

Freitag, 07.05.

Zum zehnten Treffen des 1998 in Flensburg gegründeten Verbands Frauen zur See e.V. freuen sich die anwesenden Mitglieder, sich wieder einmal in Flensburg zu treffen. Veranstaltungsort ist das Flensburger Schifffahrtsmuseum, in dem der Verband vor nunmehr fast sechs Jahren aus der Taufe gehoben wurde. Die Leiterin des Hauses, Frau Dr. Jutta Glüsing, kann leider nicht an dem Treffen teilnehmen. Die erste Vorsitzende des Verbands eröffnet den Workshop gegen 1900 Uhr und begrüßt die anwesenden Seefrauen und Gäste. Unter den letzteren ist auch die Hörfunkredakteurin Frau Thoma aus Kiel, die um Interviews mit einigen Teilnehmerinnen bittet, da sie sich an eine Reportage über das Berufsbild von Seefrauen heranwagen will. Getagt wird übrigens inmitten der fantasievollen Ausstellung des Künstlers Ruprecht Leiß, die unter dem Titel "Die Liebe der Matrosen" stand.

Nach einem kleinen Abendimbiss am liebevoll vorbereiteten Buffet wird die mit viel Sorgfalt angelegte Chronik des Verbands präsentiert, die auf große Begeisterung stößt. Auch der angeregte Infobogen, der vorab mit der Einladung an alle Mitglieder herausgeschickt wurde, hat regen Zuspruch gefunden und ist von vielen ausgefüllt worden, so dass auf dem nächsten Workshop bereits der angepeilte Vorstellungsordner präsentiert werden kann.

Es folgen Verbandsangelegenheiten.

Der Freitagabend endet mit angeregten Gesprächen und einem Rundgang durch das Flensburger Schifffahrts- und Rummuseum.

Samstag, 08.05.

 

Um 0830 Uhr begrüßt Kapt. Wolfgang Prey, Ältermann des Flensburger Schiffergelags, die Teilnehmerinnen des Workshops, die für das restliche Wochenende die Räumlichkeiten des Gelags, die direkt neben dem Schifffahrtsmuseum liegen, als Tagungsort nutzen können.

Nach einem kurzen Frühstück geht es um 0930 Uhr in den Museumshafen, wo der Logger Pirola nebst seinem Kapitän und Eigner auf uns wartet, um zu einer kleinen Hafenrundfahrt aufzubrechen. Der Eigner berichtet stolz, den 1910 gebauten und 1947 grundlegend umgebauten holländischen Fischkutter im Jahr 1983 in Dornbusch/Elbe im Schlick "gefunden" und in siebenjähriger Arbeit wiederhergestellt zu haben.

Ab 1100 Uhr werden wir auf der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft von Herrn Dipl. Ing. Rolf Nagel und Frau Dipl. Ing. Katharina Wortberg im großen Konferenzraum erwartet. Ein sehr informativer und detailreicher Vortrag über Schiffsdesign und Entwurf moderner RoRo-Schiffe folgt, an den sich eine rege Diskussion anschließt. Freundlicherweise kann die Gelegenheit genutzt werden, auf die EDV-Anlage und mit Hilfe des Beamers auch einige Impressionen eines Verbandsmitglieds einzuspielen, die diese auf CD übermittelt hat. Die gezeigten Bilder vom Fließband-Schiffbau der koreanischen Daewoo-Werft trifft auch bei den Referenten auf einiges Interesse.

Nun werden noch die Werftanlagen besichtigt sowie ein Eindruck vom modernen Schiffsentwurf am Computer ermittelt. Die Teilnehmerinnen zeigen sich begeistert von der Fülle interessanter und praxisnaher Informationen, was die vielen Fragen und angeregten Gespräche deutlich zeigen. An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an Rolf Nagel und Katharina Wortberg für ihren tollen Einsatz und an die FSG, die diesen spannenden Einblick in den modernen Schiffbau ermöglicht hat.

Der Mittagsimbiss im Schiffergelag wird trotz der Verspätung eine angenehme Zeit, da wir erst um 1630 Uhr im Glücksburger Menke-Planetarium erwartet werden. Hier begrüßt uns Hermann von Radecke, Dozent der FH Flensburg, der uns in seinem Vortrag "Die Sterne und die Seefahrt" sehr anschaulich und mit großem Engagement von den Anfängen der Astro-Navigation bis zum heutigen Stand mit Hilfe des GPS-Satelliten-Systems informiert.

Der Abend klingt mit einem gemütlichen Beisammensein im Lokal Columbus an der Flensburger Hafenmeile aus.

Sonntag, 09.05.

Nach dem gemeinsamen Frühstück wird um 1020 Uhr vor dem Schifffahrtsmuseum noch schnell ein Gruppenfoto des Workshops gemacht. Auf vielfachen Wunsch folgt gegen 1100 Uhr im Schiffergelag abschließend eine kurze Vorstellungsrunde. Nach dem Aufklaren der Räumlichkeiten beendet die erste Vorsitzende den zehnten Workshop mit dem Hinweis auf das nächste Treffen, das Anfang November im Kehdinger Küstenschifffahrtsmuseum in Wischhafen an der Elbe stattfinden wird.

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